Nikitas Pflegetasche | Fellpflege-Zubehör

Inzwischen gehen wir alle 8 Wochen zum Friseur, da brauch ich viel weniger Zuhause zu tun.

Aber ich hab Nikita auch 2 Jahre lang alleine frisiert. Deshalb hab ich eine (billige) Schermaschine hier (die ihren Dienst tut). Und kenne die nötigen Handgriffe.

Nikita ist ein kleiner Langhaar-Hund mit Haarkleid statt Fell – ein Havaneser-Yorkie-Mischling.

In dem Foto sind die meiner Meinung nach wirklich nötigen Utensilien zur Fellpflege eines Langhaarhundes zu sehen:

Der Werkzeugkasten

Wenn man alles immer zusammen in einer Tasche oder Box aufbewahrt, muss man nicht immer wieder die Sachen zusammensuchen. Und kann sie leicht transportieren, wenn man den Hund mal woanders behandeln will. Wie ein Werkzeugkasten.

Ich hab jetzt alles, was zu Nikita gehört, in dieser Tasche. Wenn wir in Urlaub fahren oder wenn jemand anders mal den Hund versorgen soll, muss ich so nur die Tasche greifen, und wir haben an alles gedacht.

Ich hab jetzt die perfekte Tasche gefunden (in einer Verschenkekiste, ist das zu fassen?!) Deshalb kam mir die Idee, darüber mal einen Blogartikel zu machen.

Meine Tasche ist etwas in der Art (und die im Link hat sogar Hunde und Katzen aufgedruckt!):

Bild: https://amzn.to/39pFPWH

Zuhause kann man sie ins Bad hängen oder bei der Anwendung offen hinstellen und hat lauter Innenunterteilungen, mit denen die Werkzeuge handlich zur Verfügung stehen wie in einem Utensilo.

Und für die Reise kann man sie einfach mit dem Reißverschluss schließen und hat alles dabei. Und wenn man dann angekommen ist, hängt man sie an eine Handtuchstange oder ähnliches.

Ich zeige euch gleich mal im Einzelnen, was genau in Nikitas Pflegetasche drin ist.

Ein Trick, damit der Hund die Tasche lieben lernt

Es ist empfehlenswert, die Werkzeuge immer in derselben Tasche oder Box aufzubewahren, damit der Hund sie kennenlernt und weiß, was es damit auf sich hat.

Nikita kommt schon zu mir, wenn ich die Tasche in die Hand nehme.

Denn ich hab auch die besten Leckerlis in dieser Tasche. Der Hund riecht sie und bekommt nach der Pflegemaßnahme was davon zu Futtern. So lernt er, dass die Tasche mit was Gutem verbunden ist.

Welches Pflegezubehör ist in unserer Tasche?

Was dein Hund braucht, hängt natürlich von seinem Fell oder Haarkleid ab. Nikita ist, wie gesagt, ein Havaneser-Yorkie-Mischling.

Dies sind die meiner Meinung nach für Hunde wie Nikita notwendigen Dinge:

Die meiner Meinung nach nötigen Pflegeutensilien für einen Langhaarhund

Von links oben nach rechts unten:

  • Ohrenspül-Lösung
  • Pfotenpflegestift
  • Bürste, klein (die anderen waren mir alle zu groß)
  • kleiner Kamm mit rotierenden Zinken (m. E. ein Muss – ist sehr gründlich, aber hat abgerundete Spitzen, ziept und kratzt also nicht)
  • Plastikkamm mit engeren Zinken (für Menschen, aus der Drogerie) – mit dem kämme ich die Barthaare und die unter den Augen, um Tränenstein zu entfernen
  • Flohkamm – vorsichtig verwenden! (um ggf. Flohkot zu erkennen, und ganz selten auch zum Entfernen des Tränensteins – da ist mir der Plastikkamm aber lieber)
  • große Schere – war im Set mit der Schermaschine dabei
  • Nagelschere mit gebogener Spitze (für Menschen, aus der Drogerie – zum Aufschneiden von Haarknötchen oder zum Kürzen der Härchen vor den Augen z. B. – Spitze zeigt dabei weg vom Auge)
  • Pinzette mit gebogenen Enden (aus der Drogerie, zum Zeckenziehen – geht besser als Plastikzeckenzangen etc.)

Außerdem haben wir noch:

  • neutrales, geruchloses Hundeshampoo
  • Flohshampoo (nur 1 x verwendet, als sie wirklich Flöhe hatte)
  • einen Fingerling zum Zähneputzen (aber eher „putzt“ sie mit Knabberartikeln – die Fingerlinge für Babys sind übrigens wesentlich billiger als die im Zooladen)
  • die Schermaschine und ihre Aufsätze – in dem Set waren sogar noch die größere Schere, ein Metallkamm, die Nagelknipse und -feile dabei (meine billige Maschine für die gelegentliche Anwendung oder das Kürzen der „Schneise“ unter dem Schwanz – meine tut schon 2 Jahre lang ihren Dienst, und sie ist ziemlich leise)

Und in den Bilder nicht sichtbar, aber auch in unserer Tasche:

  • noch eine halbe Hunde-Schmerztablette, die mal von einer Behandlung übrig geblieben ist – ist beruhigend, sie da zu haben, falls mal was über Nacht sein sollte, und ich erst am Morgen zum Tierarzt kann
  • 1 Wurmtablette – ich gebe Wurmkuren nicht routinemäßig, sondern nur, wenn ich den Verdacht hab, dass sie Würmer hat; ich hab mir letztes Mal beim Tierarzt eine Tablette „auf Vorrat“ mitgeben lassen
  • das Floh-/Zecken-Spot on (auf pflanzlicher Basis – Nikita ist ein kleiner Hund, ca. 5 Kilo, deshalb bekommt sie die Variante für Katzen)

Das waren die Werkzeuge, die wir regelmäßig benutzen.

Werkzeuge, die wir kaum noch benutzen

Die liegen unter den Innentaschen am Taschenboden, damit ich sie nicht ständig sehe, aber doch da habe.

  • Fell“harke“ – die Zinken haben Klingen – hatte ich gekauft, als Nikita noch stärker verfilzt war – eigentlich benutze ich die jetzt gar nicht mehr, seit wir regelmäßig zum Friseur gehen
  • Schere mit Wellenschliff (Effilierschere? – funktioniert für mich nicht)
  • Krallenknips-Zange (meine kam im Set mit der Schermaschine, ich lass aber lieber die Friseurin oder den Tierarzt Nikitas dunkle Krallen knipsen – ich mach das höchstens, falls mal eine einreißt/abbricht, z. B. ihre Wolfskralle)
  • kleiner Kamm, den wir mal unterwegs kauften, als wir in eine Wiese mit massenweise Kletten geraten waren
  • Nagelfeile

Erste Hilfe-Sachen

Außerdem hab ich in unserer Wohnung noch einen „Sanikasten“, wie man ihn für das Auto benutzt. Und ein Fläschchen Wundspray. Kann man für Mensch und Tier verwenden, wenn es sein muss.

Und für unterwegs ein Minitäschchen mit dem Notwendigsten. Beides kann man auch günstig im Pfennigladen kaufen.


Wie man sieht, braucht man gar nicht so viel. Ich behalte nur die Sachen, die für uns wirklich funktionieren.

Und ich bin sehr froh, dass mir nun regelmäßig die Hundefriseurin die Arbeit abnimmt. Sie ist schließlich der Profi. (Wir haben übrigens die Termine schon für’s ganze Jahr im Voraus gemacht, so ist es nicht sooo schlimm, wenn mal einer ausfallen muss.)

Und einiges ist in der Drogerie auch günstiger zu kriegen als im Zoofachgeschäft.


Die hier verwendeten Links sind Affiliatelinks zu Amazon. Wenn du darüber ein Produkt bestellst, bekomme ich eine kleine Provision – aber für dich wird es dadurch NICHT teurer.

Mal ein Wort über die Fremdwerbung hier im Blog

Hund duschen – Entspannungstipp

Normalerweise wird Nikita jetzt immer beim Friseur gebadet, also haben wir das Problem kaum noch.

Aber jetzt war mal ’ne Flohshampoonierung nötig.

Und da hab ich mich einfach in Unterwäsche mit ihr in die Duschwanne gehockt.

Und um den Kopf zu spülen hab ich nicht die große beängstigende Dusche verwendet, sondern einen kleinen Plastikmessbecher, wie man es auch mit ängstlichen Kindern macht.

Das ging viel besser. (Sie konnte auch nicht aus der Dusche fliehen. Die Wand war ja davor.)

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Rückblick: Nikitas schlimmster Friseur-Besuch

Als ich Nikita im April 2017 bekam, war sie frisch geschoren, weil sie total verfilzt war.

Über unseren ersten Sommer hinweg wuchs das Fell wieder, und es bekam Filzstellen, wo ich es nicht erwartet hatte – trotz Bürsten.

Also ging sie noch einmal zum Friseur. Und das Ergebnis damals war …

Nikita war damals auch noch 1,5 Kilo dünner. Sie sah wirklich erbärmlich aus.

Nachdem ich danach mehrere Jahre selbst den Hund geschoren und gebürstet hatte, haben wir mittlerweile eine sehr gute Hundefriseurin gefunden, der wir jetzt treu bleiben werden.

Filzstellen herausschneiden

Ich geh vorsichtig mit einer gebogenen Nagelschere nahe an der Haut in den Filz und schneide – vom Hund weg – längs den Knoten auf.

Dann lassen sich Teile des Filzes gut herausziehen oder -bürsten, es bleibt aber Haar stehen, so dass die Stelle nicht kahl wird.

Nikita rasiert sich die Beine

Beim nächsten Friseurbesuch im August werden Nikitas Beine vermutlich ganz kurz geschoren werden, haben wir schon vereinbart.

Sie verfilzen immer, ich komme dem auch mit Kämmen nicht selbst bei.

Beim letzten Besuch hat Frau HuFri alles geduldig entfilzt, aber musste Nikitas Protestgeschrei über sich ergehen lassen. (Ich bin sicher, sie hat alles richtig gemacht, und es musste sein.)

Deshalb will ich es beim nächsten Mal beiden leichter machen und lasse die Beine abscheren.

Und ich gehe dann auch in kürzeren Abständen zu ihr, nicht mehr 3 Monate, sondern 2, damit weniger Zeit zum Nachwachsen und Verfilzen bleibt.

Der Kamm mit rotierenden Zinken.

Derzeit mein Lieblingswerkzeug bei Nikitas Fellpflege:

Der Kamm mit rotierenden Zinken.

Im Gegensatz zur Bürste kommt er bis auf die Haut durch. Bürsten bleiben oft an der Oberfläche, und darunter kann es doch schön verfilzen.

Nachdem Nikita im Januar bei der Hundefriseurin war, weil ich mit dem Filz an ihren Beinen nicht mehr klar kam, kämme ich sie fast jeden Tag damit.

Besonders, wenn Nikita nass geworden ist.

Dauert nur wenige Minuten. Es hängen auch immer nur sehr wenige Fusseln im Kamm hinterher.

Aber die Friseurin meinte, genau das seien die, die sich bald verfilzt hätten.

Ein Profi ist eben doch ein Profi (Hundefriseurin)

In den letzten 2 Jahren hab ich mich selbst um Nikitas Pflege gekümmert und sie auch selbst geschoren.

Aber ihre Beine waren immer wieder verfilzt, dem kam ich einfach nicht bei. So dass ich mich schließlich doch an den Profi gewandt habe.

Und sie war großartig!

Nikitas charakteristisches Aussehen ist noch immer da. Aber sie war noch nie so schön und gepflegt wie heute.


Sie wurde gebadet, die Friseurin hat sich sehr geduldig Nikitas Filzstellen gewidmet (und das laute Protestgeschrei konsequent ignoriert).

Dann wurden die Krallen geknipst, die Pfoten ausrasiert, die Ohren kontrolliert – all die kleinen Problemzonen.

Anschließend hat sie einen sehr hübschen Haarschnitt bekommen und ist jetzt ganz rothaarig (je kürzer ihr Haar, umso mehr kommt das Rot zum Vorschein), fluffig und filzfrei.

Ich habe viele Tipps bekommen, und mir wurden alle meine Fragen beantwortet.

Ich bin sehr glücklich, mich so entschieden zu haben.

Jetzt machen wir alle Vierteljahre einen Termin bei ihr (den nächsten hab ich schon).

Ich bin so dankbar für diese Unterstützung.

Endlich die richtige Bürste!

Jetzt, wo immer mehr Leute Nikita hinter den Ohren kraulen – sie wird immer beliebter bei den Pflegeheimbewohnern -, hab ich endlich die richtige Bürste gefunden, um die Knötchen wieder zu lösen.

Die Trixie Softbürste (Affiliatelink) ist klein und wendig, schafft es, Haar und Filze zu entfernen, ohne Nikita weh zu tun.

Die Abbildung hier ist fast die Originalgröße. Sehr handlich.

Meine bisherige Bürste (Furminator Zupfbürste klein – Affiliatelink) ist nicht wirklich klein. Sie ist super vom Bürsten her, vor allem, weil sie bei zu viel Druck nachgibt. Weshalb ich sie für den Körper auch immer noch gern verwende. Aber durch den Plastik“vorsatz“ komme ich nicht in „Ecken“ wie Hals und Beine.