Wenn der Vegetarier sich ’nen Hund zulegt

Nikita isst gern mal gekochte Bohne, Brokkoli, Erbse, Blumenkohl. Sogar Rosenkohl. So ein Stückchen von meinem Essen mit.

Aber Nudel pur ist schon zu langweilig, da hat gefälligst auch Soße dran zu sein.

Und rohes Obst und Gemüse geht mal gar nicht.

Ich bin Vegetarier. Manchmal kriegt sie ein Stückchen Vegiburger oder -schnitzel, wenn wir auswärts essen, zum Naschen. Damit lässt sie sich veralbern.

Aber ein vegetarischer Hund wird sie nich. (Soll sie auch nicht.)


PS: Neulich hab ich im Zooladen Vegetarische Schweineohren für den Hund gefunden. Fand ich sehr lustig. (Von der Firma Whimzees.)

Es nagt!

Es nagt!

Und ich bin so froh.

Sie hat das nämlich ewig nicht mehr getan.

Ich vermute, weil sie sich nicht sicher genug gefühlt hat.

Wir haben bis vor Kurzem in einer WG gewohnt, und da war auch die Französische Bulldogge der Mitbewohnerin. Die Nikita gern mal ‚gebullyt‘ hat.

Jedenfalls hat Nikita nicht mal mehr knusprige Hundekekse angenommen. Alles, was länger zu kauen braucht als nur ein Happs.

Und das hat sich schon an ihren Zähnen bemerkbar gemacht: Erste Verfärbung und gelegentlicher Mundgeruch.

Deshalb bin ich jetzt so froh, dass es jetzt doch wieder angefangen hat zu nagen.

Manchmal pimpe ich ihr so’n hartes Nageding, indem ich ihr liebstes weiches Leckerli irgendwie drin verklemme. Damit sie zum Nagen angeregt wird. Und das klappt auch.

PS: Die Rinderrippe klingt bei ihr wie Zwieback. Die muss echt starke Zähne haben!

Nie gibt’s Abendbrot – ein Drama in x Akten

Nikita weiß genau, dass es um 6 Abendessen gibt. In letzter Zeit versucht sie allerdings schon 1 bis eine halbe Stunde vorher, mich rumzukriegen. Mit allen Mitteln.

Gut, es ist nachzuvollziehen. Sie stammt aus dem Tierschutz in Spanien und musste vermutlich um ihr Essen kämpfen. Und das wird auch nicht immer das tollste Fleisch gewesen sein.

Sie wog jedenfalls 1,5 Kilo weniger als jetzt seit 2 Jahren (und war schon ausgewachsen) und war definitiv unterernährt, als sie zu mir kam.

Ihr könnt euch sicher sein, um 18 Uhr füttere ich sie. Auf den Glockenschlag. Und vormittags bekommt sie auch eine Portion. Ich lasse sie nicht wirklich hungern.


Nie kriegt sie was zu essen. Und nie Aufmerksamkeit! #Dramaqueen

Jetzt liegt sie so. Am Verhuuuungern!

Jeden Abend muss man hier erst Theater machen, bevor man mal was zu essen kriegt …


Nächster Tag, 17:30 Uhr, und sie tut’s schon wieder. Hart bleiben, Frauchen. Essen gibt’s um 6.

Hat auch geklappt: Punkt 6 klingelte jemand, um Möbel abzuholen, und ich stelle Nikita den Napf hin, verließ die Wohnung, und sie hat nicht gebellt!!!


Noch ein paar Tage später:

17:43 Uhr – noch 17 Minuten bis zum Abendbrot. Mein dramatischer Hund trinkt demonstrativ Wasser, um den leeren Magen zu füllen und sucht die Krümel von Leckerlis im Zimmer zusammen, die sie sonst immer verschmäht. Sooo hungrig.

Natürlich hat sie wieder um 18 Uhr Abendessen bekommen. Sie scheint aber auch nach dem Füttern noch hungrig gewesen zu sein und hat noch Kekse und die Rinderrippe mit Fleisch/Fett dran zur freien Verfügung gehabt.

Ich kontrolliere regelmäßig ihr Gewicht auf immer der selben Waage (in einem Zoogeschäft). Das hält sie jetzt schon seit 2 Jahren. 5,5 Kilo. Fast auf’s Gramm genau.

Wie Nikita aufhörte, jeden Müll zu fressen

Nikita kam ja aus der Tötungsstation und dem „Auffanglager“ vom Tierschutzverein, und sie war 1,5 Kilo zu dünn, als ich sie bekam. Sie wog ca. 4 Kilo, und die Tierärztin sagte auch, ein bisschen könne sie schon zunehmen.

Sie war ein fröhlicher, respektvoller und liebevoller Hund, aber besonders kurz geschoren (sie war ja auch verfilzt gewesen) bot sie einen erbärmlichen Anblick.

Ja, sie war schon erwachsen. Geschätzte 2 Jahre.

Sie hat jedes Schulbrot gefressen, das wir unterwegs fanden.

Und das angeschimmelte Würstchen, das wir grad in den Mülleimer tun wollten. Das hat sie zu 3/4 verschlungen, eh ich es ihr entreißen konnte.

Ich fütterte von Anfang an Nassfutter, und sie bekam reichlich gute Leckerlis.

Nach 6 bis 9 Monaten hatte sie ihr heutiges Gewicht erreicht – 5,5 Kilo -, das sie nun auch schon seit 2 Jahren hält.

Heute hat sie eine stabile, proppere Figur.

Und bei der Auswahl der Leckerli ist sie von selbst dann sehr wählerisch geworden.

Aus Angst vor Giftködern hab ich ihr allerdings auch jegliches Aufnehmen verboten.

Brot und selbst Fleisch oder Hundeleckerlis auf dem Gehweg beschnuppert sie höchstens noch, frisst es aber nicht mehr.

Bei Fleischbällchen oder Wurststückchen vertraue ich ihr da allerdings immer noch nicht. Die sind vermutlich zu verlockend. Es heißt also, wachsam bleiben.

Babybrei

Ich gebe Nikita auch gern mal reinen Obstbrei für die Abwechslung mit zum Futter, weil sie Obststückchen nicht annimmt.

Und für Bauchprobleme hab ich immer Möhrengläschen da.

Nur die Breie mit Keks/Getreide/Nudeln – die gebe ich ihr nicht.

Harte Sachen zum Knabbern

So, ich hab grad alle eure Tipps für Knabbersachen in meine Einkaufsliste gesetzt, und ich – bin Vegetarier – schütttle mich ein bisschen dabei, aber wenn’s gut für Nikita ist … ❤

Hihi, wenn ich dran denke, wie ich vor Nikitas Einzug noch geredet habe: „Na, vegetarisch ernähre ich meinen Hund natürlich nicht, aber alle Leckerlis, die ich anfassen muss, werden pflanzlich sein.“

Und bald liege ich also mit Straussensehnen, Nackensehnen, Rinderkopfhaut, Ochsenziemer, Kalbshuf im Bett. 😀

Harte Leckerli, die sogar die kaufaule Nikita liebt

(Wenn man ihr genügend Ruhe zum Bearbeiten gibt. Beim Spazierengehen nimmt sie sie nicht an.)

Die Crunchy-Knusper-Sorten von Carnilove (hergestellt in Tschechien): Lamm, Lachs, Wildschwein und Strauß

Die steinharten Hüttenkäse-Teile von QChefs – die Käsebakterien sollen irgendwie die Bakterien vom Futter im Maul neutralisieren …

Wir haben jedenfalls schon die Puffies, Dreierlei Sorten, und die harten Cracker-Stangen ausprobiert. Die Puffies zerteile ich mit einem großen scharfen Messer nochmal vorsichtig in Viertel, weil ein ganzes Puffie zu groß ist für Nikitas Maul. Sie kriegt das dann nicht mehr gedreht.

Nach dem Füttern gleich in ihren Napf, ggf. ein bisschen mit Wasser angeweicht für mehr Aroma – das frisst sie.

Barfen?

Ich bin Vegetarier, aber Nikita soll natürlich alles in bester Qualität bekommen, was sie braucht, und den Futtertieren soll es auch möglichst gut gegangen sein.

Geht barfen wirklich, ohne dass ich Fleischstücken im Kühlschrank im eigenen Saft vor sich hin tauen oder mit anderen Dingen wie Blut etc. mischen muss?

Ich muss mich mal näher damit befassen.

Ich würde mir auch die Dosierung der einzelnen Nährstoffe und Bestandteile noch nicht zutrauen, so dass Nikita da alles bekommt.

Aber es gibt wohl Barf-Menüs. Ein Barfmenü klingt verlockend, das ist dann aber auch nicht mehr roh, also eigentlich nicht mehr „Barf“, oder?

Wie viel frisst ein Havi von 5,5 Kilo?

Unser Bio-Dosen-Feuchtfutter

Wir stehen auf Herrmanns.

Wir füttern das jetzt seit Januar 2018. Beide Hunde vertragen es super. Wenig, was wieder ausgeschieden wird – spricht für gute Verwertbarkeit und gute, hundgerechte Zutaten.

Keine Blähungen, kein Mundgeruch.

Und sie fressen es gern.

Nikita führt jedes Mal ein Tänzchen auf, wenn es auf die Abendbrotzeit zugeht.

(Wir füttern vormittags gegen 11 und abends punkt 18 Uhr.)

Das ist das fairste, ökologischste Futter, das wir uns vorstellen können. Vom gesamten Produktionsprozess her.

Ich bestelle immer die 400g-Dosen von Herrmanns – rechts im Bild. Ich bin Vegetarier, da war mir wichtig, dass die Tiere, deren Fleisch verarbeitet wird, so gut wie möglich gehalten werden. Das ist bei Herrmanns so (Biohaltung, Hofschlachtung, ökologische Weiterverarbeitung, gute Zusammensetzung, viel Abwechslung – 12 Dosen – 12 unterschiedliche Menüs).

Die 400g Dose reicht 2,5 Tage. Man füttert nur sehr wenig, aber es bekommt ihr seit über 1 Jahr schon sehr gut, und unserem anderen Hund auch.

Mir kam’s zuerst seltsam vor, dass die Portion wirklich so klein ist. 1 gehäufter Esslöffel pro Mahlzeit (2x am Tag). Selbst bei anderen hochwertigen Sorten gibt man mindestens doppelt so viel.

Da fragt man sich doch, was da in anderen Sorten noch so drin ist, bei denen man viel mehr pro Portion geben soll. Und wie viel wieder unverdaut rauskommt. Billig sind die Billgdosen mit dem Verbrauch dann auch nicht mehr.

Aber unseren Hunden geht’s mit Herrmanns super. Keine Blähungen, keine Gewichtsabnahme. Im Gegenteil: Nikita war etwas zu dünn, als ich sie bekam (4,1 kg). Jetzt ist sie bei 5,7. Konstant seit Beginn der Herrmanns-Fütterung.

Gerade kam Nikitas neue Hundefutterlieferung. (Ich bestelle immer Dosen online.)

25 Dosen im Schrank auf Vorrat zu haben fühlt sich einfach so guuuut an. Findest du nicht auch? Für den Hund ist immer gut gesorgt.

Nervöser Magen, zuviel Magensäure oder Sodbrennen

Hunde sind dafür bekannt, dass sich ihr Magen auf immer gleiche Fütterungszeiten einstellt.

Du kannst die Zeiten immer etwas variieren ODER zwischendrin kleine Snacks reichen (du selbst isst ja vielleicht auch mal ’nen Apfel oder ein Würstchen zwischendurch, wenn du nicht gleich zum Essen kommst) und den auf die Fütterportion anrechnen.

Nikita bekommt Bio-Dosenfutter. Sie wird vormittags gegen 11 Uhr gefüttert und abends – da sind wir ganz pünktlich – um 18 Uhr.

Sie wog, als ich sie aus dem Tierschutz bekam, etwas zuwenig, hat in den 2 Jahren bei mir auf 5,5 Kilo zugenommen (um 1,4 Kilo) und hält dieses Gewicht seit gut 1 Jahr.

Morgens

Bei Nikita kenne ich das auch: Manchmal erbricht sie morgens Galle, weil der Magen leer ist. Morgens bekommt sie auch noch vor dem Rausgehen ein paar Kekse/Leckerlistückchen als ersten Snack. Ich hab den Eindruck, das tut ihr gut.

Unterwegs

Wenn ich mit Nikita unterwegs bin und weiß, dass sie nicht pünktlich 18 Uhr ihr Futter kriegen wird (weil ich z. B. die Dose nicht mitnehmen will), nehme ich ihr eine Kaustange (so eine, die sie auffrisst) oder ein größeres Leckerli mit, das sie zur Überbrückung bekommt. Damit fahren wir sehr gut.

Die Futterportion fällt dann später eben kleiner aus. Ich vergleiche das damit, wie wenn wir eine Boulette oder einen ähnlichen kleinen Snack zu uns nehmen.

Nachts

Manchmal schleckt sie nachts viel an ihren Pfoten oder dem Kissen. Manchmal schluckt sie nachts leer. Alles ein Zeichen für zuviel Magensäure oder Sodbrennen. Wenn ich nachts davon aufwache, gebe ich ihr einen trockenen Hundekeks oder ein Leckerli, dann hört sie mit dem Lecken/Schlucken wieder auf. Etwas Knäckebrot soll da auch funktionieren.

Ihr lernt euren Hund kennen und stellt euch drauf ein. Jeder kennt seinen Hund am besten und lernt, was ihm gut tut. Egal, was andere empfehlen.

Manche halten eben mit 1 Fütterung am Tag durch, andere brauchen auch ihr Betthupferl, damit am nächsten Morgen nicht die Säure kommt.

Hängt ja auch von der Länge der Nacht, den Aufstehzeiten usw. ab. Da ist halt jeder Haushalt unterschiedlich.

Wenn das Betthupferl nicht grad ’n süßer Keks für Menschen ist, sehe ich darin überhaupt kein Problem.