Hundi lässt sich das Geschirr nicht anziehen

Das scheint ganz üblich unter den Hava-nasen zu sein, wenn ich so in unserer FB-Gruppe lese …

Nikita macht das auch. Verkriecht sich unter dem Stuhl, wenn ich das Geschirr zur Hand nehme.

Dieses Spiel, „Na dann gehen wir eben nicht raus.“ mit wieder hinsetzen, ausziehen usw. hab ich auch probiert, um ihr die Konsequenz zu zeigen, wenn sie sich nicht anziehen lässt. Aber es wirkte nicht, und ich hatte auch keine Lust mehr drauf.

Unser Kompromiss ist: Die Treppe runter muss sie es noch nicht tragen, aber an der Haustür unten wird es angelegt, ohne Widerrede.

Sie mag’s zwar immer noch nicht wirklich, aber sie weiß, sie muss.

Ich mach da auch kein Gewese drum, keine Leckerli oder sowas. Nur ein Lob.

Das Geschirr passt, drückt und reibt nicht, also hat sie keinen wirklichen Grund. Wir haben auch mal ein anderes Modell und auch mal Halsband probiert – das passt nicht für uns.

Ich glaub, für sie ist es auch eher zum Spiel oder Ritual geworden, dass sie so rumzickt.

Ein Kompromiss & etwas Entspannung für/mit ’nem Stalker-Hund

Nikita würde mir am liebsten auf Schritt und Tritt folgen.

Innerhalb der Wohnung haben wir jetzt einen Kompromiss geschlossen:

Auf einen Platz schicken.

Wenn sie mir folgen will, bringe ich sie zurück zu dem Platz, wo sie warten soll. Nikita hat das nach wenigen Versuchen (und Leckerli) begriffen. Ist schon mal entspannter, auch wenn der Hund dort nicht fest schläft, sondern beobachtet und auf dich wartet. Vielleicht begreift er mal, dass er sich darum nicht kümmern muss.

Sie kommt nicht mit ins Bad, sondern bleibt auf dem Bett im Zimmer liegen und bekommt ein Leckerli, wenn ich zurück komme. Das Bad ist so winzig, da will ich sie nicht zwischen meinen Füßen. Stressig für sie und für mich.

Wenn ich tagsüber mal aufstehe und das Zimmer kurz verlasse, bleibt sie jetzt dank der Übung auch meistens liegen. Und erwartet mich lippenleckend (ihre!) und schmatzend, damit ich ja das Wiederkomm-Leckerli nicht vergesse 🙂

Die Küche meiner Schwiegermutter ist zu schmal, und es wäre furchtbar, wenn sie über den Hund stolpern oder sie versehentlich treten würde. Da setz ich Nikita vor die Küchentür, etwas seitlich. So dass sie alles überblickt, aber nicht im Weg ist.

In unserer Küche geht sie unter den Küchentisch. Da hat sie sogar eine Decke liegen. Sie ist bei uns, aber aus dem Weg.

Soweit klappt das immerhin mit Nikita, da bin ich schon dankbar.

Es entspannt den Hund auch, wenn er weiß, was von ihm erwartet wird. Wie er sich verhalten soll.

Alleine bleiben – geht für Nikita nicht

Alleine bleiben ist für Nikita ganz furchtbar.

1. Bin ich jeden Tag mit ihr hier.

2. Ist sie ein Tierschutzhund. Das mag beides dafür verantwortlich sein.


Wir üben immer wieder verschiedene Varianten des Alleinbleibens:

  • im Zimmer bei geschlossener Tür,
  • im Auto, wenn es die Temperatur erlaubt,
  • in Betreuung eines Bekannten,
  • mal mitgehen mit jemand anderem,
  • oder die halbe Stunde, wenn ich Essen einkaufen gehen muss …

Aber sie ist einfach panisch, macht Pipi, bellt wütend.

Ich versuche, es zu vermeiden, sie alleine zu lassen.

Geschäfte machen im Regen?!

Ich hab da heute früh sehr mit mir gerungen. Also was ich mit Nikita mache. Pipi hat sie wie üblich gegen 10 schnell erledigt, aber das andere eben nicht …

Ich hab hin und her überlegt, ob ich sie wieder reingehen lasse, bevor alles erledigt ist. Ob sie länger aushält als üblich.

Ich war den ganzen Vormittag unentspannt. Der Hund eigentlich entspannt. Ich hab immer das Regenradar im Blick gehabt. Gegen 14 Uhr hab ich sie dann doch gezwungen, im Regen bis zu ihrer bevorzugten Wiese zu gehen und alles zu erledigen.

Mit Regenmantel bewegt sich Nikita nich und fällt fast um, wenn sie sich hinhocken soll. Das hätte alles verzögert, also geht’s wohl oder übel für die Geschäfte möglichst ohne Jacke/Regenmantel raus.

Aber nächstes Mal werde ich auf morgens bestehen.

Schläft Nikita in meinem Bett?

Anfangs schlief Nikita immer mit im Bett (sie war schon erwachsen, als ich sie bekam und hat sich das so ausgesucht).

Irgendwann wurde es mir aber zu eng, wenn auch mein Freund da war. Ich musste mich immer um den Hund rum ringeln, hatte oft Hüftschmerzen dadurch und immer Angst, sie zu treten.

Deshalb bat ich sie auf’s Kissen am Boden oder auf den Sessel, und das akzeptierte sie sofort. Gut, sie versuchte noch in 2 Nächten, nochmal ins Bett zu kommen, aber als ich drauf bestand, war gut. Gutes Mädchen ❤

Morgens kommt sie dann wieder zu uns und darf natürlich auch zum Kuscheln bleiben.

Wenn mein Freund nicht hier schläft, sucht sich Nikita frei aus, wo sie schläft – auch im Bett – und wechselt auch nachts schon mal das Bett.

War die Eingewöhnung der kleinen Spanierin eigentlich schwierig?

Meine kleine Spanierin Nikita machte glücklicherweise kaum den Eindruck, als ob ihr die Umgewöhnung vor 3 Jahren schwer fiel.

Sie schien auch keine Sprachprobleme gehabt zu haben. Sie war immer respektvoll und aufmerksam und verstand, was ich von ihr wollte.

Sie ist auf der Pflegestelle gleich in unser Auto gestiegen, hat nie geweint auf dem Weg oder dann Zuhause.

Hatte anfangs Giardien, aber die haben wir schnell in den Griff bekommen.

Und sie schien sich von Anfang an wohl zu fühlen bei uns.

1,5 Kilo Untergewicht hatte sie und hat alles gefressen, was sie finden konnte. Aber das haben wir auch hinter uns gelassen.

Ein wundervoller Hund.

Wieviel Erziehung muss sein?

Die Havis haben’s schon gut. Sie sind so süß, dass man ihnen Unartigkeiten verzeiht, die bei größeren oder „böseren“ Hunden für viel Ärger sorgen würden.

Wenn Nikita sich in der Gaststätte zum Betteln auf die Hinterbeine stellt, sind alle nur entzückt.

Sie darf alles, was andere und uns nicht stört, gefährdet oder nervt. Bellen, Fiepen, Rumnerven beim Betteln, z. B. – das darf sie aber trotzdem nicht.

Leinen los!

Ich finde ohne Leine entspannter, als wenn da immer einer rumzuppelt.

Natürlich nur, wo ich es für sicher halte: In den Hinterhöfen hier (schön viel Wiese und Weite), oder an der Elbe.

Ich lass sie sogar in vielen Zooläden einfach Platz machen und lege die Leine daneben, wenn keine anderen Kunden in der Nähe sind. Dann kann ich besser Aquarien angucken. Hab ich mit ihr geübt, da gibt’s dann die tollsten Leckerli dafür.

Gegen das Bellen und Hinterherlaufen in der Wohnung

Die Sitzdose.

Der Tipp kam in der Havigruppe. Hier die Erklärung dazu.

Das probiere ich.

Nikita bellt immer, wenn es an der Tür klingelt, und sie läuft mir überall hin nach.

Jetzt hab ich ihre allerliebsten Knoblauchsnacks zerschnippelt in einem Glas im Zimmer.

Wir üben, dass sie mir nicht in der ganzen Wohnung hinterher läuft, sondern gern im Zimmer bleibt. Erst recht, wenn der Paketbote klingelt oder ich mal kurz aus dem Haus muss.

Sie hat selbst damit angefangen, im Zimmer zu bleiben, als sie herausfand, dass ich manchmal mit einem Snack für sie zurück ins Zimmer komme. Jetzt nutze ich die allertollsten Lieblingssnacks ausschließlich für diese Übung.