Nikita saß grad vor ’ner Dreiviertelstunde auf ’ner 3-spurigen Straße und hat den Verkehr lahm gelegt 😱

(Es geht uns gut, bis auf meine Magenschmerzen von dem Schreck.)

Wir wollten für den Morgenspaziergang runter an die Elbe. Dorthin müssen wir über die vielbefahrene Straße und einen paar 100m langen waldigen Rad-/Fußweg runter.

Unten angekommen knipste ich Nikita los. Dort schnüffelten 2 Labrador?(-artige) Hunde herum und sahen dann auch Nikita. Es sah aus, als würden sie spielen wollen. Unten an der Elbe ist reichlich sicherer Platz dazu.

Aber sie rannten den Radweg hoch. Auf den Radweg, der oben neben der Straße weiter geht. Nikita blieb auf dem Radweg kurz sitzen. Ein Radfahrer blieb stehen. Und … tat nichts. Hielt sie nicht fest.

Die Hunde liefen weiter … AUF DIE STRASSE! Mitten in den Verkehr!

Das ist kurz hinter einer Ampelkreuzung, glücklicherweise sind die Fahrzeuge dort noch nicht in voller Fahrt.

Alle hielten an.

Nikita blieb mitten auf der Fahrspur sitzen. Ein Radfahrer hielt an. Und packte sie am „Griff“ ihres Geschirrs. Sie duckte sich weg, quietschte. Und wand sich aus ihrem Geschirr.

Aber in dem Moment war ich bei ihr. Konnte sie hochnehmen. Der Radler und ich gingen an den Straßenrand, wo ich ihr wieder das Geschirr anlegen konnte.

Der große Hund war irgendwie über die Straße gekommen und wurde auf der Wiese daneben von seinem Frauchen eingefangen.

Ich setzte mich mit Nikita erstmal in den angrenzenden Park in den Schatten unter einen Baum.

Wo die beiden großen Hunde abgeblieben sind, weiß ich nicht.

Nikita verhielt sich sofort wieder völlig normal. Lief mit mir dann auch normal an der Straße entlang nach Hause, hat jetzt gefrühstückt und macht ihr übliches Verdauungsschläfchen.

Und meine Magenschmerzen verschwinden langsam auch wieder.

Lieben Dank, dass ich diesen Bericht hier lassen darf. Es hilft mir. Ich kann mir gar nicht vorstellen, was hätte passieren können. Mir laufen grad die Tränen.

Der verflixte Jagdtrieb

Viel hat sie davon glücklicherweise nicht, aber wenn es sie doch mal rappelt, dann krieg ich regelmäßig Herzrasen:

Nikita hat eben bei uns hier im Hof unter dem Auto ’ne Ratte aufgestöbert und sie bis zu den Mülltonnen verfolgt.

Die Ratte lief dann um den Zaun herum raus auf die Straße/den Gehweg.

Nikita kam aber glücklicherweise doch zu mir zurück in den Hof.

Und sie scheinen sich unter den Mülltonnen auch nur angestarrt zu haben.

Oh Mann, da machste was mit!

Ich komm‘ über solche Szenarien – „Was wäre gewesen wenn…?“ – nicht so leicht hinweg.

Heute sind wir geknickt

Nikita und ich gehen fast jeden Tag die Leute im Pflegeheim nebenan besuchen. Also die, die unten im Foyer sind. (Auf die Zimmer gehen wir nicht.) Der Hund genießt die Aufmerksamkeit und Abwechslung. Die Leute freuen sich so. Und mir macht es auch Spaß.

Gestern ist eine von Nikitas Freundinnen – eine der Bewohnerinnen, die immer sehr auf Nikita gewartet hat – gestorben. Sie hat immer gesagt: „Ach, jetzt, wo Sie hier sind, ist mein Tag schön.“ Und für Nikita hat sie immer die Zeitung auf den Boden gelegt, damit der Hund keinen kalten Hintern kriegt 😀

Aber eigentlich hat sie’s genau richtig gemacht:

Sie war 8 Tage vor ihrem 99. Geburtstag. Immer gepflegt, frisch vom Friseur, im Kopf noch ganz da und super lieb.

Hat gestern Nachmittag noch mal eben im Kegeln den 1. Platz gemacht (sie bauen immer mal ’ne Kegelbahn im Festraum auf).

Und auf dem Weg zurück in ihr Zimmer ist sie einfach umgefallen.

Wir waren heute alle trotzdem sehr geknickt. Ach, ich mag die Leutchen dort.

Nie gibt’s Abendbrot – ein Drama in x Akten

Nikita weiß genau, dass es um 6 Abendessen gibt. In letzter Zeit versucht sie allerdings schon 1 bis eine halbe Stunde vorher, mich rumzukriegen. Mit allen Mitteln.

Gut, es ist nachzuvollziehen. Sie stammt aus dem Tierschutz in Spanien und musste vermutlich um ihr Essen kämpfen. Und das wird auch nicht immer das tollste Fleisch gewesen sein.

Sie wog jedenfalls 1,5 Kilo weniger als jetzt seit 2 Jahren (und war schon ausgewachsen) und war definitiv unterernährt, als sie zu mir kam.

Ihr könnt euch sicher sein, um 18 Uhr füttere ich sie. Auf den Glockenschlag. Und vormittags bekommt sie auch eine Portion. Ich lasse sie nicht wirklich hungern.


Nie kriegt sie was zu essen. Und nie Aufmerksamkeit! #Dramaqueen

Jetzt liegt sie so. Am Verhuuuungern!

Jeden Abend muss man hier erst Theater machen, bevor man mal was zu essen kriegt …


Nächster Tag, 17:30 Uhr, und sie tut’s schon wieder. Hart bleiben, Frauchen. Essen gibt’s um 6.

Hat auch geklappt: Punkt 6 klingelte jemand, um Möbel abzuholen, und ich stelle Nikita den Napf hin, verließ die Wohnung, und sie hat nicht gebellt!!!


Noch ein paar Tage später:

17:43 Uhr – noch 17 Minuten bis zum Abendbrot. Mein dramatischer Hund trinkt demonstrativ Wasser, um den leeren Magen zu füllen und sucht die Krümel von Leckerlis im Zimmer zusammen, die sie sonst immer verschmäht. Sooo hungrig.

Natürlich hat sie wieder um 18 Uhr Abendessen bekommen. Sie scheint aber auch nach dem Füttern noch hungrig gewesen zu sein und hat noch Kekse und die Rinderrippe mit Fleisch/Fett dran zur freien Verfügung gehabt.

Ich kontrolliere regelmäßig ihr Gewicht auf immer der selben Waage (in einem Zoogeschäft). Das hält sie jetzt schon seit 2 Jahren. 5,5 Kilo. Fast auf’s Gramm genau.

Drachensteigen

Sturmsaison.

Mit Nikita hätte ich gestern fast Drachensteigen lassen können.

Also sie als Drache. (Fuchur, der Glücksdrache.)

Nee, sie mag den Wind auch nicht.

Wie meistert Nikita unseren Umzug?

Ich ziehe heute mit Nikita aus unserer WG in die eigene Wohnung gleich obendrüber.

Nikita bleibt ja überhaupt nicht gern alleine, also hat sie sich auf die Zwischenetage gelegt und guckt, dass ich auch ja wiederkomme.

Jetzt machen wir aber erstmal Pause, denn sie konnte heute noch gar nicht ihren Vormittagsschlaf machen. Den holt sie jetzt grad nach.

Aber an sich scheint sie sich gar nicht zu wundern, dass wir letzte Nacht schon hier oben übernachtet haben. Hauptsache, ich bin da, dann pennt sie. (Mit in meinem Bett.)

Nikitas Bad-Flitz

Nikita spielt am liebsten morgens.

Und am schönsten ist, wenn ich am Waschbecken stehe und Zähne putze, wie sie hinter mir immer hin und her flitzt.

Nikita passt auf

Ich nenne Nikita manchmal unseren Blockwart. Sie hat alles im Blick. Keiner kommt ohne Wadenschnuppertest und Streichelzoll ins Haus.

Ich wohne im 3. Stock, da hab ich die Fensterbank immer extra zugestellt, weil meine „Katze“ Nikita sonst gern dort Platz genommen hätte. Für dieses Jahr hatte ich ein Katzenschutznetz eingeplant, aber nun zieh ich um – in eine Wohnung mit Dachfenstern. Da ist das Fensterbrett zu hoch und zu schmal für den Schatz.